Grundstrategie

Verkehrssicherheitsarbeit - Deutschlands Straßen sind gekennzeichnet durch eine hohe Dichte des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs sowie des Individualverkehrs.

Verkehrssicherheitsarbeit - Deutschlands Straßen sind gekennzeichnet durch eine hohe Dichte des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs sowie des Individualverkehrs. Entsprechend hohe Gesamtunfallzahlen mit schweren Personen- und Sachschäden sind die Folge. Nicht nur die Polizei, sondern auch anderen staatlichen und nichtstaatlichen Stellen, die Wirtschaft, die Medien sowie die Bürgerinnen und Bürger selbst müssen dabei Verantwortung übernehmen und eigene Beiträge leisten.

Auf nordrhein-westfälischen Straßen kommt es jährlich zu mehr als einer halben Million Verkehrsunfällen, bei denen über 90 000 Menschen zum Teil erheblich verletzt werden. Bürgerbefragungen zeigen, dass die Furcht vor einem Verkehrsunfall größer ist als die vor einer Straftat, und dass die Bevölkerung gezielte polizeiliche Maßnahmen zur Unfallverhütung fordert.

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen leistet mit ihrer Verkehrssicherheitsarbeit einen unverzichtbaren Beitrag zur Inneren Sicherheit. Ihre vorrangigen Ziele sind, die Zahl der Verkehrsunfälle zu senken und die Unfallfolgen zu mindern. Dabei steht die Verhütung schwerer Verkehrsunfälle und damit der Schutz für Leben und Gesundheit sowie für bedeutende Sachwerte im Vordergrund.

Verkehrssicherheitsberatung hilft Unfälle zu vermeiden

Die Verkehrssicherheitsberatung (Verkehrserziehung, Verkehrsaufklärung und Öffentlichkeitsarbeit) soll vorbeugend dazu beitragen, Verkehrsunfälle zu verhüten. Sie richtet sich vorrangig an Zielgruppen mit erhöhtem Verkehrsunfallrisiko, z. B. Kinder, junge Erwachsene und Senioren. Durch die Verkehrserziehung und Verkehrsaufklärung werden die Risiken und persönliche Verantwortung im Straßenverkehr bewusst gemacht, positive Verhaltensmuster vermittelt und partnerschaftliches Verhalten als vorbildlich herausgestellt. Diese Aufgabe nehmen in erster Linie besonders geschulte Verkehrssicherheitsberaterinnen und -berater wahr. Beamtinnen und Beamte des Bezirksdienstes und des Streifendienstes wirken z.B. mit aufklärenden Gesprächen an der Beratung mit.

Jährlich finden für über zwei Millionen Menschen unterschiedlicher Altersgruppen Veranstaltungen zur Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei Nordrhein-Westfalens statt. Dabei werden besonders gefährdete Zielgruppen wie Kinder, junge Erwachsene und Senioren vorrangig berücksichtigt. Durch begleitende Öffentlichkeitsarbeit wird außerdem ein breites Publikum über die Unfallrisiken im Straßenverkehr informiert.

Verkehrsüberwachung erhöht die Sicherheit

Ein weiterer Schwerpunkt der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit ist die Verkehrsüberwachung. Hierzu gehören alle präventiven und repressiven polizeilichen Aktivitäten im Verkehrsraum, die die Verkehrssicherheit erhöhen und Umweltbeeinträchtigungen reduzieren: z. B. wird die Beachtung der Verkehrsregeln kontrolliert und der Zustand von Verkehrsmitteln (von Fahrrädern bis hin zu Lastkraftwagen) überprüft.

Die Verkehrsüberwachung orientiert sich vorrangig an der Unfallentwicklung und findet ausgesucht dort statt, wo Gefahren für die Allgemeinheit oder für bestimmte Zielgruppen am größten sind und besonders hohe Schäden drohen. Erfahrungsgemäß fördert erkennbare polizeiliche Präsenz ein normgerechtes Verhalten im Straßenverkehr. Deshalb führen uniformierte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte Verkehrskontrollen durch. Die Betroffenen werden regelmäßig nach ihrem Fehlverhalten angehalten und auf die damit verbundenen Gefahren angesprochen. Dies entspricht bürgerorientierter Polizeiarbeit und führt zu einer höheren Akzeptanz der Verkehrsregeln.

Die nordrhein-westfälische Polizei setzt folgende Schwerpunkte:

  • Grob verkehrswidriges Verhalten (z. B. "Raser" und "Drängler") reduzieren und die schwächeren Verkehrsteilnehmer schützen.
  • Geschwindigkeitsüberwachung intensivieren, denn: Jedes Jahr gibt es die meisten Verunglückten wegen nicht angepasster oder überhöhter Geschwindigkeit. Bei knapp der Hälfte der Unfälle mit Getöteten und nahezu einem Viertel der Unfälle mit Verletzten spielt erhöhte Geschwindigkeit eine Rolle.
  • Gewerblichen Personen- und Güterverkehr intensiv durch speziell ausgebildete Polizeikräfte überwachen, denn: Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fahrern/Fahrzeugen dieses Bereichs sind vielfach besonders folgenschwer.
        

Die Verkehrsunfallstatistik belegt, dass die präventive Arbeit der nordrhein-westfälischen Polizei erfolgreich ist.

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