In diesem Bereich finden Sie Informationen über: Angst vor Datendiebstahl, Waren- und Warenkreditbetrug ...
In diesem Bereich finden Sie Informationen über: Angst vor Datendiebstahl, Waren-/Warenkreditbetrug, Kinderpornographie, Phishing/Pharming, W-Lan Sicherheit, PC-Sicherheit - allgemein sowie Jugendgefährdung im Netz.
Name, Geburtsdatum, Kontoverbindung und Telefonnummer - die wichtigsten Daten von 17.000 Bürgern sind in falsche Hände gelangt. Auch in Nordrhein-Westfalen stellen immer mehr Menschen fest, dass Betrüger Geld von ihren Konten abgehoben haben.
Mittlerweile wird mit persönlichen Daten zum Schaden der Bürgerinnen und Bürger reger Handel betrieben. Inzwischen sind mehrere Firmen ins Fadenkreuz der Staatsanwaltschaft geraten.
Name, Kontonummer und Bankleitzahl reichen den Tätern, um ahnungslose Bankkunden zu schädigen. Meist werden kleinere Beträge bis zu 100 Euro von den Konten der Geschädigten abgebucht in der Hoffnung, dass der Kontoinhaber die unberechtigte Buchung nicht bemerkt. Bankkunden können aber innerhalb von sechs Wochen ab Buchungsdatum Lastschriftbelastungen ohne Begründung schriftlich widerrufen und so den Buchungsbetrag zurückfordern.
Beachten Sie deshalb folgende Tipps:
Achten Sie beim Kauf im Internet darauf, dass Sie nur auf verschlüsselten Webseiten Ihre Daten angeben.
Ob Sie sich auf einer verschlüsselten Webseite befinden, können Sie i. d. R. in der Adresszeile daran erkennen, dass die Internetadresse von "http://" auf "https://" wechselt und in der Browser-Statusleiste (meist unten rechts) ein geschlossenes „Vorhängeschloss-Symbol“ sichtbar ist.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.polizei-beratung.de und www.bsi-fuer-buerger.de
Bei einem Großteil der bekannt gewordenen Straftaten im Internet handelt es sich um Betrugsdelikte. Besonders hervorzuheben ist hierbei der Warenbetrug. Beim Online-Einkauf ist daher Vorsicht geboten.
Bei Einkäufen in Online-Shops oder -Auktionshäusern sollten Sie folgende Tipps beachten:
Schon der Besitz kinder- oder jugendpornografischer Darstellungen steht unter Strafe, erst Recht die Verbreitung. Im Zusammenhang mit dem Internet werden häufig Fragen nach der möglichen Strafbarkeit eigenen Verhaltens gestellt, wenn jemand beim "Surfen" auf entsprechende Bilder oder Videos stößt. Hier finden Sie unsere Antworten auf diese dazu.
"Surft" die deutsche Polizei in öffentlichen Datennetzen, um unter anderem Verbreiter kinder- oder jugendpornografischer Bilder zu ermitteln?
Was tut die Polizei NRW gegen die Verbreitung von Kinder- oder Jugendpornografie über öffentliche Datennetze?
Mache ich mich schon strafbar, wenn ich mir im Internet kinder- oder jugendpornografische Bilder oder Videos anschaue?
Wie soll ich mich verhalten, wenn mir unaufgefordert kinder- oder jugendpornografische Bilder oder Videos zugesandt werden oder wenn ich solches Material im Internet finde?
Wie kann ich mich davor schützen, unaufgefordert kinder- oder jugendpornografische Bilder oder Videos zugesandt zu bekommen?
Bei Nutzung eines sogenannten "file-sharing-Programms" (wie zum Beispiel EMule, eDonkey, Gnutella) habe ich Kinder- und Jugendpornografie oder anderes strafrechtlich relevantes Material auf meinem Rechner festgestellt. Wie muss ich mich verhalten?
Was kann ich tun, wenn ich sogenannte "SPAM-Mails" mit unerwünschter Werbung erhalte?
Phishing ist ein Kunstwort aus den englischen Worten „Password“ und „fishing“. Es steht für das Stehlen von Zugangsdaten, Passwörtern und sonstigen persönlichen Daten, nicht nur, aber in der Hauptsache von Online-Banking-Kunden. Mittels gefälschter, an Kunden versandter E-Mails werden Nutzer auf täuschend echt wirkende Kopien ihrer Bank-Webseite gelockt, damit sie dort Zugangsdaten sowie PIN (Persönliche Identifikationsnummer) und TAN (Transaktionsnummer) eingeben. Die so erlangten Daten werden anschließend von den „Phishern“ missbraucht.
Beim Pharming werden Online-Banking-Kunden auf gefälschte Webseiten ihrer Bank umgeleitet und unter Vortäuschung falscher Tatsachen dazu veranlasst ihre Zugangsdaten sowie PIN und TAN preiszugeben. Dies geschieht nicht mittels E-Mail, sondern durch vorher auf dem Kundenrechner eingeschleuste Schadsoftware. Der Begriff "Pharming" rührt von dem Umstand her, dass die Pharming-Betrüger eigene große Server-Farmen unterhalten, auf denen gefälschte Webseiten abgelegt sind.
Sie sind Phishing und Pharming-Attacken nicht hilflos ausgeliefert. Das Landeskriminalamt NRW empfiehlt das HBCI-Verfahren mittels Chipkarte in Verbindung mit einem Chipkartenlesegerät mit integriertem Display und Tastatur (so genannte Klasse 3 Lesegeräte). Dieses Verfahren gilt derzeit als eines der sichersten. Die Verfügbarkeit des HBCI-Verfahrens und die damit verbundenen Kosten können Sie bei Ihrer Bank erfragen.
Beim Online-Banking mittels PIN/TAN-Verfahren sollten Sie folgende Tipps beachten:
Nutzen Sie ein Anti-Viren-Programm und halten Sie es immer auf dem aktuellen Stand
Ein Virenscanner muss heute zur Grundausstattung eines PC gehören. Wichtig ist dabei, dass er regelmäßig (möglichst täglich) aktualisiert wird, damit er auch die neuesten Viren auf Ihrem PC finden kann. Es gibt im Internet für den Privatanwender kostenlose Virenscanner, so dass Ihnen hierdurch keine zusätzlichen Kosten entstehen.
Installieren Sie eine Firewall
Eine Firewall kontrolliert die Verbindungen Ihres PC von und zum Internet. Damit haben Sie, die richtigen Einstellungen vorausgesetzt, die Kontrolle, welche Programme auf das Internet zugreifen können und welche Zugriffe aus dem Internet erlaubt sind. Egal welche Art von Firewall Sie verwenden, nutzen Sie die automatischen Updatefunktionen.
Nutzen Sie keine Links in E-Mails für das Online-Banking
Kein Kreditinstitut wird Sie per Mail auffordern, über einen Link Ihre PIN/TAN- Kombination einzugeben, auch nicht um auf ein neues Verfahren zur Absicherung Ihres Online-Kontos umzustellen. Bewerten Sie solche E-Mails getrost als Phishing-Versuch und löschen Sie diese sofort.
Achten Sie beim Online-Banking auf eine sichere Verbindung mittels "https://"
Hierbei handelt es sich um verschlüsselte Verbindungen. Diese sind in der Adressleiste des Browsers (Internet-Explorer, Firefox etc.) an den Anfangsbuchstaben "https:" im Unterschied zu "http:" bei unverschlüsselten Verbindungen zu erkennen. Außerdem werden solche Verbindungen durch ein geschlossenes Schlosssymbol im Browserfenster angezeigt.
Stellen Sie eine verschlüsselte Verbindung mit Ihrer Bank her, so prüft Ihr Browser, ob die Adresse, mit der Sie verbunden sind, ein Zertifikat einer ihm bekannten und anerkannten Zertifikatsstelle besitzt. Liegt ein solches Zertifikat nicht vor (z. B. bei selbst erstellten Zertifikaten) gibt er Ihnen einen Warnmeldung aus und zeigt Ihnen das Zertifikat zur Überprüfung an.
Gehen Sie davon aus, dass Ihr Kreditinstitut über ein Zertifikat einer anerkannten Zertifikatsstelle verfügt und drücken Sie einen solchen Warnhinweis nicht einfach leichtfertig weg. Beim Online-Banking ist die Chance groß, dass Sie gerade einem Phishing-Betrüger zum Opfer zu fallen.
Akzeptieren Sie auch sonst beim Surfen nur Zertifikate, denen Sie absolut vertrauen. Haben Sie einmal ein Zertifikat dauerhaft akzeptiert, wird Ihnen auch später kein Warnhinweis bei der Verbindung mit dieser Internetpräsenz mehr angezeigt.
Begrenzen Sie die Höhe der per Online-Banking möglichen Überweisungsbeträge
Die Betrüger versuchen von Ihrem Konto einen möglichst großen Betrag zu überweisen, der meistens im vierstelligen Bereich liegt. Wenn Sie nur selten große Beträge per Online-Banking überweisen, kann eine Begrenzung sinnvoll sein. Die Höhe der per Online-Banking zulässigen Summe können Sie bei vielen Banken mittels einer gültigen TAN online ändern.
Kontrollieren Sie regelmäßig und unmittelbar nach Transaktionen Ihre Kontobewegungen
Seien Sie vor allem kritisch, wenn Ihre Verbindung während des Online-Banking abbricht, oder Ihnen eine Fehlermeldung angezeigt wird.
Was müssen Sie tun, wenn Sie vermuten Opfer zu sein?
Sollten Sie vermuten, Phishing-Opfer geworden zu sein, sperren Sie Ihren Online-Banking-Zugang, ggf. können Sie dies auch durch die mehrmalige Eingabe einer falschen TAN erreichen.
Informieren Sie umgehend ihr Geldinstitut und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, wenn Sie Geld durch einen Phishing-Betrug verloren haben.
Links: http://www.polizei-beratung.de/vorbeugung/gefahren_im_internet
https://www.bsi-fuer-buerger.de/cln_164/BSIFB/DE/Home/home_node.html
Zu Hause oder auf der Arbeit problemlos überall drahtlos verbunden. WLAN machts möglich. Dabei senden PC oder Laptop und Router Funkwellen aus. Der Sendebereich geht meistens über die eigenen vier Wände hinaus.
So können auch WLAN-Rechner in der Nachbarschaft die Funkwellen empfangen und Hacker können auf Kosten anderer surfen, problemlos auf fremde Festplatten zugreifen und mit der "gestohlenen Identität" alles tun, was sie wollen. Deshalb beachten Sie folgende Basis-Tipps:
Nutzen Sie eine Verschlüsselung
Wireless Router und Adapter können die übertragenen Daten verschlüsseln. Eine aktuelle Verschlüsselungstechnik (sog. WPA2–Verschlüsselung) zu knacken erfordert viel Zeit und technischen Einsatz. Die ältere Verschlüsselungstechnik (sog. WEP-Verschlüsselung) sollte nicht mehr genutzt werden, da sie mit allgemein zugänglichen Mitteln in kurzer Zeit entschlüsselt werden kann. Bei älterer Hardware, die die WPA2-Verschlüsselung im Auslieferungszustand nicht unterstützt, kann häufig durch ein Software Update ihres WLAN Endgerätes auf den Seiten des Herstellers auch diese Verschlüsselung genutzt werden. Der verwendete Schlüssel sollte möglichst aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen bestehen.
Stellen Sie den WLAN – Router richtig ein
Ändern Sie das Passwort des Routers. Geschieht das nicht, kann jeder mit dem Standardpasswort des Herstellers mit Administratorenrechten auf den Router zugreifen und ihn nach seinen Wünschen konfigurieren.
Justieren Sie die Sendestärke Ihres Routers
Stellen Sie die Sendeleistung des WLAN-Routers so ein, dass Sie noch problemlos Signale empfangen können, die Sendeleistung jedoch nicht allzu weit darüber hinaus reicht.
Schalten Sie ihr WLAN für andere unsichtbar und begrenzen Sie die Zugriffsmöglichkeiten
Wireless Router senden Netzwerk-Namen, die für alle anderen "im Netz" sichtbar sind. Schalten Sie diese Funktion (den sog. Broadcast) ab. Ihr WLAN-Netzwerk ist so nur für Sie selbst sichtbar. Eine Sichtbarmachung seitens unberechtigter Dritter ist nun nur noch über eine Spezial-Software möglich.
Links:
http://www.polizei-nrw.de/lka/kriminalpraevention/Themen/Internetkriminalitaet/
https://www.bsi-fuer-buerger.de/cln_134/BSIFB/DE/Themen/
Surfen Sie nicht mit Administratorrechten im Internet
Betriebssysteme wie Windows, Linux etc. bieten Ihnen die Möglichkeit, Benutzerrechte einzuschränken. Schadprogramme werden häufig mit den weit reichenden administrativen Rechten des aktuell angemeldeten Benutzers ausgeführt.
Sind Sie als Benutzer mit eingeschränkten Rechten angemeldet, können Sie hierdurch Schäden verhindern bzw. eingrenzen. Es ist auch möglich, nur einzelne Programme wie zum Beispiel den Internet-Browser unter eingeschränkten Rechten auszuführen.
Installieren Sie eine Firewall
Eine Firewall kontrolliert den Zugang Ihres Systems und Ihrer Programme zum Internet. Sie sorgt bei richtiger Konfiguration für den Schutz ihres Computers oder Netzwerks vor Schadprogrammen oder Hackern.
Dabei existieren neben Software-Firewalls, die jeweils nur den Rechner schützen auf dem sie installiert sind, auch Hardware-Firewalls, die mehrere Rechner oder Ihr Netzwerk unmittelbar am Zugang zum Internet schützen können. Während eine ständig aktualisierte, softwarebasierte Firewall eine Notwendigkeit darstellt, ist die Kombination von Hard- und Software-Firewalls eine empfehlenswerte Variante.
Installieren Sie ein Anti-Viren Programm
Moderne Anti-Viren Programme schützen Ihren Computer nicht nur vor den eigentlichen Viren, sondern auch vor einer Vielzahl von Trojanern, Würmern und anderen Schädlingen. Wesentliche Voraussetzung für einen wirksamen Schutz gegen Viren ist die ständige Aktualisierung der Antiviren-Software per live-update-Funktion.
Halten Sie die Software durch regelmäßige Updates aktuell
Fast täglich werden Sicherheitslücken in Betriebssystemen und Programmen bekannt, die durch Schadprogramme oder Hacker ausgenutzt werden können. Die Softwarehersteller sind bemüht, Sicherheitslücken durch Patches und Updates möglichst schnell zu beheben. Optimalen Schutz können Sie daher nur erlangen, wenn Sie Ihre Software (Betriebssystem und Anwendungsprogramme) ständig auf dem neuesten Stand halten.
Erhöhen Sie die Sicherheit Ihres Browsers
Die Grundeinstellungen einiger Browser sind auf maximale Funktionalität ausgerichtet und öffnen daher Lücken, die von Schadprogrammen ausgenutzt werden. Hierbei sind Active-X Elemente und Java-Scripts die Hauptangriffspunkte.
In Fachzeitschriften und auf den Homepages der verschiedenen Sicherheitsanbieter erfahren Sie, welche Einstellungen Sie vornehmen sollten.
Erhöhen Sie die Sicherheit Ihrer E-Mail- und Ihrer Office-Programme
Die Mehrzahl der Schadprogramme wird über E-Mails oder deren Anhänge verbreitet. Deaktivieren Sie die automatische E-Mail-Vorschau. Besser noch: Lassen Sie in Ihrem E-Mail-Client keine Mails im html-Format sondern nur als Text-Mail zu. Öffnen Sie niemals unbedacht E-Mail-Anhänge.
Office-Anwendungen bieten die Möglichkeit einer Makro-Programmierung, mit der wiederkehrende Aufgaben automatisiert werden können. Makros können jedoch auch für die Einschleusung und Ausführung schädlicher Codes benutzt werden. Konfigurieren Sie Ihre Office-Anwendungen deshalb so, dass Makros nur nach Aufforderung zugelassen werden.
Sichern Sie Ihr WLAN
Betreiben Sie kabellose Verbindungen grundsätzlich nur mit aktivierter Verschlüsselung. Nutzen Sie dabei nach Möglichkeit das WPA2-Verfahren. Beschränken Sie den Zugang zu Ihrem Funknetzwerk durch die Einstellung zulässiger MAC-Adressen. Hinweise dazu finden sich in den jeweiligen Bedienungsanleitungen.
Schützen Sie ihre Daten
Nutzen Sie ein Dateisystem (wie z.B. NTFS), mit dem Sie den Zugriff auf Dateien und Ordner beschränken können.
Führen Sie regelmäßig Datensicherungen durch. Sollte Ihr System trotz Ihrer Sicherheitsmaßnahmen Schaden nehmen, können Sie so in kurzer Zeit den Stand der letzten Sicherung einschließlich Ihrer persönlichen Dateien wiederherstellen.
Gehen Sie sorgfältig mit sensiblen Daten um
Wählen Sie sichere Zugangskennungen und/oder Passwörter die aus Kombinationen von Ziffern, Buchstaben und Sonderzeichen bestehen und bewahren Sie diese sorgfältig auf (niemals auf dem Computer selbst speichern). Prüfen Sie im Internet genau, wem gegenüber Sie persönliche Daten wie Kreditkartennummern etc. preisgeben. Tippen Sie keine Daten in Links ein, die Ihnen unaufgefordert per E-Mail zugesandt werden (Phishing-Gefahr).
Sichern Sie Ihren PC vor unerwünschtem Zugang
Beschränken Sie den Zugang zu Ihren Daten durch die passwortgesicherte Benutzeranmeldung (Grundschutz). Befinden sich auf Ihrem Computer besonders schutzwürdige Daten, sollten Sie weitere Sicherheitsmaßnahmen ergreifen: zum Beispiel durch Verschlüsselung einzelner Dateien oder ganzer Verzeichnisse.
Melden Sie sich bei längerer Abwesenheit stets an Ihrem PC ab bzw. loggen sich formell aus (zum Beispiel beim Homebanking oder einer Online-Versteigerung).
Links:
http://www.polizei-beratung.de/vorbeugung/gefahren_im_internet
https://www.bsi-fuer-buerger.de/cln_164/BSIFB/DE/Home/home_node.html
Das Internet bietet Kindern und Jugendlichen nicht nur Chancen. Sie können dort gewollt oder ungewollt mit Angeboten konfrontiert sein, die sie gefährden können.
Die Übermittlung pornografischer Texte und Bilder an Minderjährige ist ebenso strafbar, wie die sexuelle Annäherung an Minderjährige, angebahnt durch konkrete Verabredungen zu einem Treffen via Internet/Chat.
Es ist strafbar, u. a. folgende Inhalte ins Internet zu stellen bzw. über das Internet zu verbreiten:
Abgesehen von den vorgenannten, strafrechtlich relevanten Inhalten gibt es unterhalb der Schwelle der Strafbarkeit eine Vielfalt von Inhalten, die geeignet sind, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu gefährden (z. B. Magersucht-/Pro-Ana- oder Suizid-Foren).
Die Hotline von Jugendschutz.net nimmt sich der Bewertung solcher Inhalte an und bewirkt gegebenenfalls, dass Anbieter gefährdende Inhalte beseitigen.
Sie ist unter dem nachfolgenden Link zu erreichen:
http://www.jugendschutz.net/hotline/index.html
Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPJM) indiziert auf Antrag bei Vorliegen der Voraussetzungen jugendgefährdende Medien.
Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien: http://www.bundespruefstelle.de
Weitergehende Informationen zu jugendgefährdenden Inhalten in Medien und Medienkompetenz finden Sie unter: http://www.polizei-beratung.de/vorbeugung/medienkompetenz/
Um Kindern und Jugendlichen die Möglichkeiten des Internets zu eröffnen und sie gleichzeitig vor Gefahren, insbesondere vor jugendgefährdenden Inhalten im In-ternet zu schützen, sollten Sie nachfolgende Tipps beachten:
Lassen Sie Kinder im Grundschulalter nicht ohne Unterstützung ins Internet
Kindern dieser Altersgruppe sollten grundsätzlich nur ausgewählte Internetseiten zugänglich sein. Dies können Sie mit entsprechenden, altersbezogenen Filterprogrammen noch wirksam realisieren. Informieren Sie sich über Gefahren und surfen Sie beispielsweise mit Ihrem Kind gemeinsam im Internet. Wählen Sie zusammen einen Chat aus, den Ihr Kind besuchen darf. Erfahrungsgemäß bleiben Kinder und Jugendliche lange bei einem einmal gewählten Chat.
Nutzen Sie nur moderierte Chats
Ein Chat sollte bestimmte Kriterien erfüllen, die Kinder und Jugendliche vor Gefahren schützen bzw. ihnen bei unangenehmen Vorkommnissen Hilfestellungen bieten. Kinder und Jugendliche sollten nur moderierte Chats nutzen, in denen eine erwachsene Person den Chat überwacht und als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Dieser Moderator sollte über einen jederzeit erreichbaren Button oder Link in den jeweiligen Chatraum gerufen werden können.
Keine Weitergabe persönlicher Daten oder Fotos
Name, Anschrift, E-Mail Erreichbarkeit, Handynummer, Name der besuchten Schule etc. sind Daten, die insbesondere Kinder und Jugendliche nicht im Internet preisgeben sollten. Eigene Fotos sollten nicht an Fremde weiter gegeben oder auf einer Internetseite eingestellt werden. Klären Sie in diesem Zusammenhang darüber auf, dass übersandte Fotos von Fremden nicht unbedingt mit der realen Person übereinstimmen müssen und eigene Fotos von Anderen missbräuchlich genutzt werden können.
Stehen Sie als Ansprechpartner zur Verfügung
Gerade Kinder und jüngere Jugendliche reagieren nicht immer angemessen auf unangenehme Situationen oder Inhalte im Internet. Sie reden nur selten mit ihren Eltern über negative Erfahrungen im Internet, zum einen weil sie sich vielleicht schämen, zum anderen weil sie Reaktionen wie Vorwürfe oder Internet-Verbote befürchten. Bieten Sie verständnisvoll Hilfe an.